Welcher Traktor oder welches Trägerfahrzeug wird für einen Sägespaltautomaten benötigt?

Für einen BTD Anbau-Sägespaltautomaten ist das Trägerfahrzeug entscheidend. Die Maschine nutzt die Arbeitshydraulik des Trägerfahrzeugs. Deshalb müssen Hydraulikleistung, Hubkraft, Stabilität und mechanische Anbindung zum jeweiligen Sägespaltautomaten passen.

Welche hydraulischen Anforderungen gelten?

Die erforderliche Fördermenge hängt vom BTD-Modell ab:

  • PROcompact: mindestens 35 l/min
  • PROcompact-S: mindestens 55 l/min
  • PROplus: mindestens 55 l/min

Der erforderliche Arbeitsdruck liegt je nach Modell bei ungefähr 210 bis 250 bar.

Nicht die Motorleistung in PS allein ist entscheidend, sondern vor allem, ob das Trägerfahrzeug den benötigten Ölstrom und Arbeitsdruck zuverlässig bereitstellen kann.

Warum sind Hubkraft und Stabilität wichtig?

Ein Anbau-Sägespaltautomat wird direkt am Trägerfahrzeug eingesetzt. Deshalb müssen Hubkraft, Eigengewicht und Stabilität ausreichend sein, um die Maschine sicher zu tragen und zu bewegen.

Als praktische Richtwerte gelten:

  • PROcompact: etwa 805 kg Maschinengewicht; bei Radladern, Teleskopladern, Traktoren mit Frontlader und vergleichbaren Fahrzeugen ist eine sichere Hubkraft von etwa 1.300 kg ein sinnvoller Richtwert.
  • PROcompact-S: etwa 870 kg Maschinengewicht; ebenfalls etwa 1.300 kg sichere Hubkraft als praktischer Richtwert.
  • PROplus: etwa 1.130 kg Maschinengewicht; etwa 1.800 kg sichere Hubkraft als praktischer Richtwert.

Bei Baggern spielen zusätzlich Eigengewicht, Reichweite und die jeweilige Anbauposition eine wichtige Rolle.

Welche hydraulischen Anschlüsse werden benötigt?

Neben ausreichendem Ölstrom und Arbeitsdruck benötigt das Trägerfahrzeug passende hydraulische Anschlüsse:

  • Druckleitung für die Versorgung der Maschine
  • druckarmer Rücklauf zum Hydrauliksystem beziehungsweise Tank
  • Leckölleitung für einen druckarmen Leckölrücklauf

Die Ausführung der Kupplungen und Schlauchdimensionen muss zur Maschine und zum Trägerfahrzeug passen.

Welche mechanische Anbindung ist erforderlich?

Der Sägespaltautomat muss mechanisch sicher mit dem Trägerfahrzeug verbunden werden. Je nach Fahrzeug kann dies beispielsweise über ein Schnellwechselsystem, eine EURO-Aufnahme oder eine andere passende Anbauvorrichtung erfolgen.

Vor der Kombination von Maschine und Trägerfahrzeug sollten daher sowohl die hydraulischen als auch die mechanischen Schnittstellen geprüft werden.

Welche Fahrzeuge können geeignet sein?

Je nach Modell kommen unter anderem folgende Trägerfahrzeuge infrage:

  • Traktoren mit Frontlader
  • Radlader
  • Teleskoplader
  • Kompaktlader
  • Mobil- und Kettenbagger
  • andere geeignete Trägerfahrzeuge mit ausreichender Hydraulik- und Hubleistung

Was ist wichtiger: PS oder Hydraulikleistung?

Bei einem Anbau-Sägespaltautomaten ist die Motorleistung des Trägerfahrzeugs allein kein verlässlicher Maßstab. Entscheidend ist, welche hydraulische Leistung tatsächlich an den Anschlüssen zur Verfügung steht.

Ein Fahrzeug mit ausreichendem Ölstrom und Arbeitsdruck kann daher besser geeignet sein als ein Fahrzeug mit hoher Motorleistung, aber unzureichender Hydraulikleistung.

Fazit

Für einen BTD Anbau-Sägespaltautomaten muss das Trägerfahrzeug ausreichend Hydraulikleistung, Arbeitsdruck, Hubkraft und Stabilität bieten. Die PROcompact benötigt mindestens 35 l/min, PROcompact-S und PROplus mindestens 55 l/min. Zusätzlich sind ein passender druckarmer Rücklauf, eine Leckölleitung und eine geeignete mechanische Anbindung wichtig.

Entdecken Sie, welcher BTD Anbau-Sägespaltautomat zu Ihrem Trägerfahrzeug passt.

Verwandte Themen

Wie viel Leistung wird für einen Anbau-Sägespaltautomaten benötigt?

Welche Fahrzeuge sind für einen BTD Sägespaltautomaten geeignet?

Wie viel Brennholz produziert ein Sägespaltautomat pro Stunde?